Vorsicht bei Online-Verbraucherinsolvenz

Soll eine Schuldner- und Verbraucherinsolvenz allein über das Internet, das Telefon oder sonstige Fernkommunikationsmittel “abgewickelt” werden, ist Vorsicht angebracht. Einige Amtsgerichte (AG) haben sogar schon entschieden, dass eine vorausgegangene persönliche Beratung zwingend notwendig sei, wenn der Verbraucher einen Insolvenzantrag stellen will ( AG Potsdam, Beschl. vom 19. 2. 2015, Az. 35 IK 1239/14; AG Düsseldorf, Beschluss vom 3.2.2015, Az. 513 IK 233/14). Die Folge daraus ist, dass der Insolvenzantrag unzulässig ist.

Ein weiterer Nachteil ist in der Regel, dass Ihnen während des außergerichtlichen Verfahrens oder ggf. beim Eröffnungsverfahren kein persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung steht.