Anwalt Strafrecht Oberhausen Duisburg – Tipp bei polizeilicher Vorladung


Eine Empfehlung vorab:
Sie haben das Recht zu Schweigen!!!
Nutzen Sie es!!!

Entgegen der landläufigen Meinung ist der Beschuldigte niemals verpflichtet, einer Vorladung als Beschuldigter von der Polizei Folge zu leisten.

Jeden Tag erhalten viele Personen eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei. Unter ihnen sind Schuldige, aber auch viele Unschuldige Personen. Unabhängig von Schuld oder Unschuld sollten Sie den Termin zur Vorladung als Beschuldigter nicht wahrnehmen und absagen lassen.


ZUR VERNEHMUNG VORGELADEN? IN DIESEM FALL IST DIE POLIZEI SICHERLICH NICHT IHR FREUND UND HELFER!
Häufige Frage als Beschuldigter: „Wirkt es nicht erst recht schuldig, wenn ich nicht zur Vorladung hingehe?“
Klare Antwort: Nein.

Ihr Schweigen darf und wird Ihnen niemals nachteilig ausgelegt werden. Dies gilt, auch wenn die Beamten der Polizei gerne erzählen, es sei „besser für Sie, zu kooperieren“. In Wahrheit treffen die Ermittler jedoch überhaupt nicht die Entscheidung, ob ein Strafverfahren mit einer Anklage oder der Einstellung endet. Dies tut alleine die Staatsanwaltschaft. Diese darf es weder für, noch gegen Sie werten, wenn Sie den Termin zur Vorladung absagen. Dasselbe gilt für das Gericht, wenn es später zu einer Hauptverhandlung kommen sollte.

Die Polizeibeamten möchten oftmals rasche Ermittlungserfolge verbuchen. Diese werden daher nicht selten versuchen, Sie bei Ihrer Beschuldigtenvorladung zu einer Aussage zu überreden. Es ist daher eher ratsam, den Termin absagen zu lassen, als diesen selbst abzusagen.

Strafrechtliche Anliegen sind oftmals mit kurzfristigem Handlungsbedarf verbunden. Umso wichtiger wird eine zeitnahe anwaltliche Beratung. Deshalb besteht für Sie nachfolgend die Möglichkeit Ihren persönlichen Termin sofort online zu vereinbaren.

Kontaktieren Sie uns gerne für ein zeitnahes kostenfreies unverbindliches Erstgespräch im Strafrecht.

Bei einem Strafverfahren entscheidet schon oft die erste Handlung den gesamten Fortgang und das spätere Ergebnis. Aus diesem Grund sollten Sie sich früh beraten lassen. Wir nehmen uns Zeit und beraten Sie ausführlich.

Wir erreichen seit 1997 für unsere Mandanten Einstellungen, Freisprüche und milde Strafen. Wir helfen Ihnen, wenn es um viel geht! Schalten Sie sofort einen Strafverteidiger ein!

Sie haben eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigter zur Vernehmung erhalten?

Begeben Sie sich nicht in die von der Polizei kontrollierte Vernehmungssituation.
Tipp bei polizeilicher Vorladung: Nehmen Sie zunächst Akteneinsicht und entscheiden Sie selbst, ob Sie sich zur Sache oder nur zum Akteninhalt oder zu beiden oder gar nicht einlassen wollen.

Gehen Sie den ersten Schritt in Richtung Verteidigung

Ihr Verteidiger hat – anders als Sie – die Möglichkeit, Akteneinsicht zu beantragen. Schweigen Sie bis auf weiteres zu den Vorwürfen, machen Sie keinerlei Angaben. Die Kenntnis des Akteninhalts ist die Basis jeder guten Verteidigung; der Versuch der eigenen Verteidigung ohne Aktenkenntnis ist verlockend, aber riskant. Sie können sich schließlich schlecht verteidigen, wenn Sie gar nicht genau wissen, was man Ihnen vorwirft, dies gilt selbst dann – vielleicht sogar erst recht – wenn Sie sich keinerlei Schuld bewusst sind.

Sie sind als Beschuldigter nicht verpflichtet sich als Beschuldigter von der Polizei vernehmen zu lassen oder auch als Zeuge vor der Polizei auszusagen.

Auch darf ein Schweigen weder von der Polizei noch von der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht negativ bewertet werden. Eine von Ihnen aber irrtümlich abgegebene Erklärung wird, auch nach entsprechender Korrektur, später voraussichtlich nachteilig ausgelegt werden. Die beste Verteidigungsstrategie im Strafverfahren kann regelmäßig erst nach Akteneinsicht bestimmt werden. Erst nach erfolgter Akteneinsicht sollte deshalb durch den Strafverteidiger eine inhaltliche Einlassung erfolgen. So wird gewährleistet, dass das beste Ergebnis erreicht werden kann.

Eine rechtzeitige kompetente Beratung im Strafrecht kann dabei helfen, Fehler zu vermeiden und viele Nerven zu sparen!

Ob Sie lediglich eine Beratung möchten oder ob ich Sie im gesamten Verfahren vertreten soll, können Sie selbst entscheiden. Auch die Beschränkung des Mandats auf einzelne Verfahrensschritte oder Anträge ist selbstverständlich möglich.

Wer hier als Betroffener mit der Beauftragung des Anwaltes erst bis zur Anklageerhebung abwartet, verschenkt nicht nur Zeit, sondern verspielt in der Regel auch erhebliche Gestaltungsmöglichkeiten zur vorzeitigen Verfahrenserledigung.

Übernehme ich Ihre Verteidigung, verspreche ich keine Wunder. Es gibt Fälle, da ist eine Verurteilung auch bei bester Verteidigung nicht zu verhindern und eine Geldstrafe oder Bewährungsstrafe vorrangiges Ziel. Und es gibt andere, bei denen es sich lohnt, für die Aufhebung des Haftbefehls, die Einstellung des Verfahrens oder den Freispruch zu kämpfen. Den für Sie richtigen Weg zu finden und mit Ihnen erfolgreich zu gehen, ist dann meine Aufgabe. Unabhängig vom Tatvorwurf. Unabhängig vom Instanzenzug.

 

GUT GEMEINTER TIPP BEI VORLADUNG ALS BESCHULDIGTER:

Machen Sie K E I N E Angaben zur Sache, bevor Sie nicht mit uns Kontakt aufgenommen haben. Sie sind lediglich verpflichtet, der Polizei Ihre Personalien anzugeben. Leider kommt es immer wieder vor, dass unsere Mandanten sich – auch wenn sie unschuldig sind – durch vorschnelles Aussageverhalten unnötig selbst belasten. Dies ist in der Regel nachträglich nur sehr schwer abzuändern.

Polizeibeamte beherrschen Vernehmungstaktiken ausgezeichnet:

Der Ihnen gegenübersitzende Polizeibeamte ist nicht nett, wenn Sie Glück haben vielleicht fair, aber auch das ist nicht der Regelfall! Er ist in Vernehmungsmethoden exzellent ausgebildet und auf der Jagd der für Sie belastenden Aussage.

Natürlich nimmt der Polizist das Wort „Vernehmung“ nicht in den Mund. Er weiß, dass Ihnen der Begriff Beschuldigtenvernehmung aus vielen Krimis als unangenehme Sache bekannt ist. Deswegen sagt der Polizeibeamte, er wolle mit Ihnen „sprechen“.
Aber die Wortwahl des Polizeibeamten ändert nichts an der Sache selbst. Er möchte Sie verhören. Er möchte Sie davon überzeugen, Ihr Wissen bzw. Ihr Täterwissen zu offenbaren. In aller Regel ist der Polizeibeamte als Ermittler auf der „Jagd“ nach Belastendem, Entlastendes interessiert ihn wenig bis gar nicht.
Führen Sie sich immer vor Augen: gerade dann, wenn die Polizei mit Ihnen sprechen möchte, sollten Sie schweigen.
Bitte beachten Sie, dass es in 98 Prozent aller Fälle sinnvoll ist, zu schweigen! Von dem Grundsatz, sein Schweigerecht auszuüben und keine Angaben zur Sache zu machen, gibt es lediglich wenige Ausnahmen.


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