Viele Menschen möchten für den Fall einer schweren Krankheit oder eines Unfalles vorsorgen und mithilfe einer Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht selber bestimmen, welche Behandlung Sie in dieser Situation wünschen – und welche nicht.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist gesetzlich geregelt, dass Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht grundsätzlich verbindlich sind. Entscheidend für ihre Wirksamkeit ist jedoch die inhaltliche Ausgestaltung.

Viele Vordrucke sind nicht brauchbar und werden einer inhaltlichen Wirksamkeitskontrolle im Streitfall nicht Stand halten.

Vielen Paaren ist nicht klar, dass Sie sich trotz Patientenverfügung und Testament nicht gegenseitig vertreten können. Selbst wenn Sie verheiratet oder eingetragene Lebenspartner sind. Es wird zwingend ein Betreuer bestellt. In diesem wichtigen Punkt der Vorsorge darf man kein Risiko eingehen und Geld sparen.

Nochmals: Keine Standardformulare

Standardformulare und vorgefertigte Texte helfen in der Praxis wenig, weil die Akzeptanz dieser Dokumente in der Praxis um so geringer ist, je einfacher und standardisierter diese Texte verfasst wurden. Ein anwaltlich verfasstes Dokument dagegen erreicht oft viel eher, dass Dritte diese Dokumente anerkennen und den Willen des Bevollmächtigten befolgen. Gerade Banken und Ärzte haben oft Bedenken gegen diese Standardtexte und befolgen den Willen des Bevollmächtigten dann nicht! Will man es also seinen Bevollmächtigten im Fall der Fälle leichter machen, sollten diese Dokumente anwaltlich verfasst und dies auch für Dritte erkennbar sein.


Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht