FAQ Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie

FAQ Besitz und Verbreitung von KinderpornografieAnwalt Strafrecht Oberhausen

FAQ Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie

Was ist Kinderpornografie?

Kinderpornografisch sind pornografische Schriften, wenn sie den sexuellen Missbrauch von Kindern zum Gegenstand haben. Geben diese ein tatsächliches oder wirklichkeitsnahes Geschehen wieder, ist zudem der Besitz bzw. die Besitzverschaffung unter Strafe gestellt. Ein Kind ist eine Person unter vierzehn Jahren.

Wann machen Sie sich strafbar?

Strafbar ist nach § 184 Abs. 3 StGB nicht nur der Besitz oder der Verkauf, sondern auch das Anbieten, Vorrätighalten und Bewerben. Im Zweifel kann davon ausgegangen werden, das jegliche Handlungen im Zusammenhang mit Kinderpornografie unter Strafe gestellt wird.

Wie werde ich bestraft?

Die Herstellung, Verbreitung sowie der Besitz von kinderpornografischen Schriften werden mit einer Freiheitsstrafe von mindestens 3 Monaten und bis zu 10 Jahren bestraft. Der Versuch ist ebenfalls unter Strafe gestellt. Sie werden angeklagt oder erhalten einen Strafbefehl.

Wie und welche Daten werden von der Polizei gesichtet?

Bei einer Hausdurchsuchung werden Ihr Computer und/oder Laptop und CDs beschlagnahmt. Die Polizei wird das Programm Perkeo (Datenscanner gegen Kinderpornografie: www.perkeo.net) einsetzen, um die Daten zu scannen. Sodann werden Ordner und Programme überprüft und auch nachgeschaut, welche Daten gelöscht wurden. Die Polizei umgeht dabei natürlich jegliche Kennworte und Schutzmechanismen. Das Passwort wird einfach entfernt.

Wie erlangt die Polizei im Internet Kenntnis von Kinderpornografie?

Durch Landeskriminalämter werden anlassunabhängige Recherchen in öffentlichen Datennetzten nach Kinderpornografie durchgeführt. Die Ermittler schleusen sich auch in versteckte Tauschringe ein. Über die IP-Adresse werden sodann die Täter ermittelt. Durch Hausdurchsuchungen und Beschlagnahme von Computern bzw. Laptop gelangen die Ermittler auch an andere potentielle Täter, z. B. durch E-Mail Adressen mit Datenanhängen. Gegen diese Personen wird dann ebenfalls ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und ggf. eine Hausdurchsuchung durchgeführt.

 

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