FAQ Autounfall

(Die Antworten zu häufig gestellten Fragen, FAQ Autounfall, können nur allgemein gehalten werden und stellen keine Rechtsberatung für den konkreten Fall dar!)

FAQ Autounfall: Häufige Fragen nach Verkehrsunfall

 

Wie lange darf sich die Gegenseite mit der Prüfung und Auszahlung der Ansprüche aus dem Autounfall Zeit nehmen?

Bereits jetzt möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Zahlungen auf die Ihnen entstandenen Schadenspositionen erst in einigen Wochen zu erwarten sind. Die Rechtsprechung billigt dem Haftpflichtversicherer zur Prüfung der Einstandspflicht eine Frist von ca. vier bis sechs Wochen zu. Gegebenenfalls wird die gegnerische Haftpflichtversicherung auch vor einer Entscheidung erst Einsicht in die amtliche Ermittlungsakte der Polizei nehmen wollen.

Ich möchte mir den Schaden an meinem Fahrzeug auszahlen lassen und das Fahrzeug dann in einer freien Werkstatt instand setzen lassen.
Bekomme ich dann die Mehrwertsteuer auch erstattet?

In diesem Fall ist die Versicherung nur verpflichtet die Nettoreparaturkosten auszuzahlen.
Habe ich auch Anspruch auf Wertminderung für das beschädigte Fahrzeug?
Zumeist trifft das Sachverständigengutachten hierzu weitere konkrete Aussagen.

Vorsteuerabzugsberechtigung bei Betriebsfahrzeugen
In diesem Fall wird die gegnerische Haftpflichtversicherung den Fahrzeugschaden, die Sachverständigenvergütung und die Rechtsanwaltsvergütung ohne die in Rechnung gestellte Mehrwertsteuer auszahlen. Die in Abzug gebrachte Mehrwertsteuer können Sie dann ggf. gegenüber dem Finanzamt im Wege des Vorsteuerabzugs geltend machen.

Wann steht mir Schmerzensgeld zu? Wieviel steht mir zu?

Jedem, der durch einen Verkehrsunfall durch das Verschulden eines anderen eine schmerzhafte Körperverletzung erlitten hat, steht Schmerzensgeld zu. Eine Verletzung muss jedoch beweisbar sein, sonst gibt es kein Schmerzensgeld. Daher: Nach dem Unfall sofort zum Arzt und die Verletzungen attestieren lassen. Ohne Attest gibt es zumeist nichts.
Wieviel Ihnen zusteht? Es gibt Schmerzensgeldtabellen und Präzendenzfälle. Zu berücksichtigen sind alle Umstände:
• wen trifft das größte Verschulden?
• war die Verletzung absichtlich oder versehentlich?
• wie schwerwiegend war die Verletzung
• war der Geschädigte deswegen krank geschrieben? Wenn ja, wie lange?
Wenn alle diese Daten bekannt sind, kann das Schmerzensgeld taxiert werden.

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