Der Pflichtteil

Pflichtteilsrecht

Das Gesetz sieht vor, dass bestimmte Personengruppen nicht gänzlich enterbt werden dürfen. Hierzu gehören die Kinder und der Ehegatte.

Selbst wenn diese nicht als Erben eingesetzt und noch nicht einmal erwähnt wurden, steht ihnen der Pflichtteil als die Hälfte des gesetzlichen Erbteils zu. Hierzu ein Beispiel:

Einem Ehegatten, der im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt hat, steht die Hälfte des Nachlasses gesetzlich zu. Ist ein Anderer testamentarisch als Erbe bestimmt, steht dem Ehegatten  die Hälfte seines gesetzlichen Erbteils, also ein Viertel zu.

Dieses Viertel berechnet sich nach dem Wert des Nachlasses im Zeitpunkt des Todes des Erblassers abzüglich der Schulden. Der Erbe muss den Pflichtteil in bar auszahlen.

Der Pflichtteil kann nur dann entzogen werden, wenn der Berechtigte sich schwerer Verfehlungen gegenüber dem Erblasser schuldig gemacht hat. Dazu gehört der Versuch, den Erblasser zu töten. Ein Kontaktabbruch oder Beleidigungen reichen hierzu in der Regel nicht aus.

 

FAQ Pflichtteilsrecht

 

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