Das gemeinsame Ehegattentestament

Unabhängig von der Möglichkeit eines jeden Ehegatten, ein eigenes Einzeltestament zu errichten, können nur Eheleute und eingetragene Lebenspartner ein gemeinschaftliches Testament errichten.

Dies ist auch „privatschriftlich“ zulässig. Das bedeutet nichts anderes als handschriftlich, also nicht vor dem Notar beurkundet.

Für das gemeinsame Ehegattentestament müssen jedoch ein paar gesetzliche Formvorschriften eingehalten werden:

  • Vollständig handschriftlich verfasst
  • Ort
  • Datum
  • Unterschrift des einen Ehegatten
  • Der zweite Ehegatte setzt mit seiner Handschrift hinzu: „Dies ist auch mein letzter Wille“ und unterzeichnet dann ebenfalls
Häufig wird von Ehegatten für das  gemeinsame Ehegattentestament das sogenannte „Berliner Testament“ gewählt.

Dabei setzen sich die Eheleute gegenseitig zu Alleinerben ein, um nach dem Tode des Längstlebenden Kinder oder sonstige Dritte als Erben zu bestimmen. Häufig werden gerade hier aber ungewollt erhebliche Fehler gemacht. Diese führen dann insbesondere zu nicht bedachten Nachteilen und regelmäßig auch zu unnötigem Streitigkeiten in der Familie.

 

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